„Ein Konzentrationslager - hier in Leonberg ?“

Lange Zeit ignorierte man die schreckliche Vergangenheit Leonbergs. Obwohl die Bewohner jeden Tag nahe am Geschehen des KZs waren, versuchten sie das ganze Leid zu verdrängen. Die Menschen fühlten sich einfach machtlos. Die Geschehnisse wurden der neuen Generation verschwiegen und so kommt es, dass heute viele Leute gar nicht mehr wissen, dass es in Leonberg ein Konzentrationslager gab.
Im alten Engelbergtunnel wurden 1944/45 die Tragflächen des Düsenjägers ME 262 der Firma Messerschmitt produziert. 3000 Männer wurden jeden Tag 12 Stunden lang gezwungen unter unmenschlichen Bedingungen zu arbeiten.          
Am Freitag, den 17.7.2015, führte Alina Wein aus der 11. Klasse  ihre Mitschülerinnen und Mitschüler im Rahmen einer GFS den Weg der Erinnerung bis zur KZ-Gedenkstätte und berichtete über die Geschehnisse in Leonberg während des 3. Reiches. Diese Führung begründete auch die Patenschaft zwischen der KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg und dem Johannes-Kepler-Gymnasium. In jedem Schuljahr sollen weitere Führungen stattfinden, die von Schülern für Schüler gehalten werden. Dem zweiten Vorsitzenden der KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg, Herrn Röhm, ist es ein großes Anliegen, dass die Jugendlichen die Geschichte behalten: „Es ist wichtig, dass man über die Geschichte Bescheid weiß. Leonberg ist ein gutes Beispiel um zu verstehen, welche Inhumanität entstehen kann, wenn ein Staat nur auf Krieg aus ist. Es ist wichtig, dass man das begreift, damit es nicht wieder passieren kann.“

Mikaela Dombrowa